14. September 2007
Bereits im Vorfeld muß festgelegt werden, welche Risiken für den Betrieb und die Lebensmittel bestehen. Dementsprechend müssen Monitor-Köderdosen an geeigneten Stellen des Betriebes aufgestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass den Schädlingen auch attraktive Produkte zur Verfügung gestellt werden. Durch die regelmäßige Kontrolle diese Monitor - Köderdosen ist festzustellen, ob Schädlinge bereits unbemerkt in den Betrieb eingedrungen sind.
Wenn ein Befall festgestellt wird, muß sofort und umfangreich nach bereits vorliegenden Plänen bekämpft werden. Hierbei langt es nicht, ein oder zwei Gift-Köder auszulegen. Es muß durch massiven Einsatz von geeigneten Mitteln in geeigneten Behältnissen, sofort gegen das Schädlingsproblem vorgegangen werden.
Nach der massiven Bekämpfung muß dann wieder überwacht werden (Monitoring) um zu prüfen, ob die Bekämpfung erfolgreich war. Es könnte ja zu einem Rückfall kommen!
Für alle vorgenannten Phasen besteht Dokumentationspflicht!
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14. September 2007
In der DIN 10523 ist festgelegt, dass der Unternehmer für Schädlingsbekämpfung in seiner Betriebsstätte verantwortlich ist. Meist denkt man in einem solchen Fall an die Räumlichkeiten in denen Lebensmittel gelagert, verarbeitet oder verkauft werden. Schnell kann es passieren, dass mobile Verkaufseinrichtungen, Marktstände, Verkaufswagen, Außenlager, Verkaufsautomaten, usw. nicht in den Bekämpfungsplan mit aufgenommen werden. Außerdem sollte man beachten, dass im Sinne der Norm unter dem Begriff Betriebsstätte auch die gesamte betriebliche Anlage bestehend aus dem Gelände incl. aller Frei- und Verkehrsflächen, dem umbauten Raum, der Ausrüstung und Einrichtung, sowie den Transportmitteln verstanden werden kann, soweit sie zum Verantwortungsbereich des Betriebes gehören. Somit müssen alle Monitoring- und Schädlingsbekämpfungs-Maßnahmen innerhalb der Betriebsräume aber auch außerhalb durchgeführt werden. Nebenbei gesagt macht das auch Sinn, denn meist kommen die Schädlinge von außen in den Betrieb herein und nicht umgekehrt.
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14. September 2007
Jeder Lebensmittel-Unternehmer muß die Vorgaben der HACCP-Verordnung beachten. Als interessante Informationsquelle möchte ich hierbei auf das DIN-Taschenbuch 280 hinweisen erschienen im Beuth Verlag. Dieses Taschenbuch beschäftigt sich mit der Lebensmittelhygiene. Wer dieses Taschenbuch durchblättert wird feststellen, dass die DIN 10523 sich ausschließlich der Schädlingebekämpfung in Betriebsstätten im Lebensmittelbereich widmet. In dieser Norm wird klar festgelegt, dass der Unternehmer seiner Verpflichtung zur Schädlingsbekämpfung nachkommen muß. Außerdem ist niedergelegt, dass der Unternehmer mit angemessenen Maßnahmen kontrollieren muß, ob Schädlinge im Betrieb vorhanden sind oder nicht. Das heißt es muss eine Überwachung (Monitoring) durchgeführt werden. Die Norm schreibt außerdem vor, dass die Montitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen auf die jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten und die jeweiligen Schädlinge, sowie die Produkte und Prozesse abzustellen sind und die Norm nur eine Hilfestellung geben will. Anders ausgedrückt, die Verantwortung liegt beim Unternehmer.
Somit müssen Sie also eine Risikobewertung für Ihren Betrieb durchführen. Das bedeutet, Sie sollten sich überlegen, welche Schädlinge auftreten können, wo sie auftreten können, und wie hoch das Risiko ist, dass sie auftreten und was die Schädlinge letztendlich in Ihrem Betrieb für einen Schaden anrichten können. Außerdem müssen Sie sich überlegen, wie Sie mit geeigneten Maßnahmen regelmäßig überprüfen, ob Schädlinge in den Betrieb eingefallen sind und wie Sie diese gegebenenfalls wirksam bekämpfen können. Diese Analyse sollten Sie auf jeden Fall für Ihren Betrieb durchführen und auch zu Papier bringen und abheften.
Man darf generell sagen, alles was ein Betriebsinhaber zur Sicherung der Hygiene unternimmt, sollte er auch dokumentieren. Wenn die Lebensmittelüberwachung später einmal kontrolliert, gilt alles, was nicht dokumentiert wurde, als nicht durchgeführt!
Das alles erscheint nun manch einem sicherlich übertrieben, auf der anderen Seite muß man sagen, dass eine solche Arbeit auch recht sinnvoll sein kann. Jedes Jahr werden große Warenbestände von Schädlingen verunreinigt, die dann anschließend vernichtet werden müssen. Außerdem wirken sich Schaben oder Fliegen im Gastraum eines Restaurants oder Mäuse, die aus der Backstube in den Laden laufen, sicher nicht positiv auf Ihr Geschäft aus.
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14. September 2007
Die HACCP-Verordnung wurde innerhalb der EU eingeführt, um den Verzehr von Nahrungs- und Lebensmitteln für den Verbraucher sicherer zu machen. Die Verordnung gilt für:
Unternehmer der Lebensmittel Industrie Lagerei und Speditionsunternehmen Groß- und Einzelhändler Kioske Gastronomie Betriebe des Lebensmittelhandwerks Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung
Es handelt sich hierbei nicht um eine Norm, mit einzelnen genau beschriebenen Vorgehensweisen. Vielmehr ist es ein Regelwerk, das weniger auf Verpflichtungen, sondern mehr auf das Erkennen und die eigenverantwortliche Vorgehensweise des betreffenden Lebensmittel Unternehmens setzt.
Die Buchstaben stehen Ihrer Reihenfolge nach für folgende Begriffe:
H = Hazard = Gefahr A = Analysis = Analyse C = Critical = kritisch C = Contol = Kontrolle P = Point = Punkt
Zusammengefasst gehr es darum, das jeder Unternehmer, der sich beruflich mit Lebensmitteln beschäftigt, sich damit auseinandersetzt und analysiert, wo eventelle Hygiene-Gefahren lauern und diese beseitigt. Dies gilt für die gesamte Kette vom Einkauf, während des Transportweges, der Lagerung, einer eventuellen Verarbeitung und Zubereitung bis hin zur Übergabe an den Verbraucher.
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13. September 2007
Sie haben den Eindruck, dass Sie Ihr Schädlingsproblem alleine nicht in den Griff bekommen? Ihre bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen haben nicht den erhofften Erfolg gebracht. Zögern Sie nicht und rufen Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu Hilfe. Je länger Sie warten, desto größer wird Ihr Problem werden. Wenn Sie im Telefonbuch keinen Fachbetrieb finden, rufen Sie Ihre Stadt oder Gemeindeverwaltung an, dort kann man Ihnen sicherlich weiterhelfen. Die anfallenden Kosten für eine notwendige professionelle Bekämpfung werden in keiner Weise zu dem möglicherweise entstehenden Schaden stehen, wenn Sie nichts unternehmen.
Bedenken Sie, bei einem massiven Schädlingsbefall steht wohlmöglich Ihre Existenz auf dem Spiel!
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12. September 2007
Sie sind sich sicher, dass Sie Schädlinge im Betrieb haben? Okay, dann müssen Sie jetzt schnell handeln. Machen Sie keine halben Sachen, gehen Sie gezielt vor. Hier und da ein Mäuseköder oder eine Mottenfalle bringt nicht viel. Sehen Sie sich noch einmal Ihren Grundriss an, wo können die Schädlinge sich gut verstecken, wo finden sie leicht Futter, wo sind sie ungestört? Markieren Sie sich die Plätze in Ihrem Grundriss, legen Sie eine größere Anzahl Köder aus, bekämpfen Sie massiv. Manch einer mag eine Maus oder Ratte als Haustier noch possierlich finden, in einem Betrieb haben die Tiere aber nichts verloren und sind Überträger von Krankheiten und können Ihre berufliche Existenz bedrohen. Führen Sie über alles Buch, prüfen Sie die Köderstellen täglich, wenn sie angenommen werden, legen Sie Köder nach. Hören Sie nicht zu früh auf mit der Bekämpfung. Achten Sie aber immer darauf, dass die Köder nicht von Kindern, anderen Personen oder Haustieren versehentlich aufgenommen werden. Verwenden Sie immer Köderstationen. Beachten Sie auf jeden Fall immer die auf den Produkten aufgebrachten oder beigelegten Anwendungshinweise.
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12. September 2007
So, nun haben Sie die vorher erstellte Liste abgearbeitet und alle Einfallstore geschlossen und alle eventuellen Brutplätze verschlossen. Jetzt sollten Sie allerdings auch prüfen, ob Ihre Maßnahmen auch von Erfolg gekrönt sind. Eventuell haben Sie ja bei Ihren Arbeiten einige Dinge übersehen. Eventuell haben Sie ja auch bei Ihren Arbeiten etwas bemerkt, dass Sie darauf schließen läßt, dass Sie ungebetenen Besuch haben oder hatten.
Also sollten Sie sich auf die Lauer legen. Hierzu brauchen Sie sich allerdings nicht zu verstecken und zu warten bis Sie ein Tier sehen. Legen Sie einfach geeignete Köder aus und prüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob diese angenommen werden. Zwar kann man nicht immer davon ausgehen, dass, wenn der Köder nicht gefressen wurde, auch kein Schädlingsbefall vorliegt, aber es ist auf jeden Fall wichtig, regelmäßig verschiedene Köder auszulegen. Überlegen Sie sich, wo Sie die Köder am besten auslegen. Die Tiere sollten leicht an die Köder herankommen und ungestört sein. Achten Sie aber immer darauf, dass die Köder nicht von Kindern, anderen Personen oder Haustieren versehentlich aufgenommen werden. Beachten Sie auf jeden Fall immer die auf den Produkten aufgebrachten oder beigelegten Anwendungshinweise. Führen Sie Buch über den Aufstellungsort, das Datum, die Köderart und auch über das Ergebnis. Diese Aufstellung müssen Sie aufbewahren, damit Sie diese auf Anfrage den Überwachungsbehörden vorlegen können.
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12. September 2007
Aber bitte richtig pingelig. Schauen Sie noch einmal genau hin, gibt es eventuell Oberlichter, Lüftungsschächte, Mauerdurchbrüche in Nachbarräumen? Kabel- oder Rohrschächte, die noch nicht verschlossen wurden? Hat sich Silikon zwischen Fliesenspiegel und der Wand gelöst? Gibt es Risse im Mauerwerk? Hat sich Tapete gelöst? Und so weiter. Auch kleine Löcher im Mauerwerk können das Einfallstor für die verschiedensten Schädlinge sein. Risse im Mauerwerk z.B. sind der ideale Brutplatz für die verschiedensten ungebetenen Gäste. Jede schlecht ausgeleuchtete Ecke bietet Schutz und Unterschlupf. Machen Sie sich auf jeden Fall eine Liste, welche Punkte geändert werden müssen. Nehmen Sie anschließend die Liste zur Hand und arbeiten Sie diese, Punkt für Punkt ab. Oftmals ist das nicht sehr aufwändig oder kostenintensiv, manchmal muß auch nur organisatorisch etwas geändert werden.
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12. September 2007
Nein, ich stehe nicht hinter Ihnen! Nehmen Sie sich nun den Grundriss und begehen Sie einmal jeden Raum und sehen Sie sich dort einmal genau um. Tragen Sie z.B. die vorhandenen Fenster und Türen in Ihren Grundriss ein. Schädlinge müssen ja irgendwie reinkommen, also ist es naheliegend, die Türen immer geschlossen zu halten, z.B. mit einem automatischen Türschließer an den Aussentüren und die Fenster z.B. mit entsprechenden Fliegenschutzgittern zu versehen. So können schon einfache Maßnahmen eine große Wirkung haben.
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12. September 2007
Kein Witz, zerlegen Sie Ihren Betrieb in verschiedene, räumliche Bereiche. Machen Sie sich hierzu einfach eine Skizze von dem Grundriss.
Bei einem Restaurant könnte dieses z.B. bedeuten:
Gastraum Lagerraum Küche Toilettenanlagen öffentlich/ Personal Mülllagerbereich
Je nach Lage und Gegebenheiten müssen Warenannahme, Warenausgabe, Nebenräume, Kellerräume, Außenanlagen, Garagen, um hier nur einige Beispiele zu benennen, mit in die Betrachtung einbezogen werden, auch wenn diese nur sporadisch genutzt werden. Das Restaurant ist natürlich nur ein Beispiel, aber auf diese Art, lässt sich jeder Betrieb in verschiedene Bereiche aufteilen. Wichtig ist, dass Sie sich eine Skizze machen. Diese sollten Sie auch in einem Ordner ablegen, um zu dokumentieren, dass Sie sich hierzu Gedanken gemacht haben.
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